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Die Zärtliche

Punkterte Zartschrecke

(Leptophyes punctatissima)

English Name: Speckled bush-cricket
"Speckled" bedeutete gepunktet, vgl. deutsche Name, "bush-cricket" kann mit Busch-Grille übersetzt werden.

 

Nom francais: Leptophye ponctuée


Der Name "Zartschrecke" bringt zum Ausdruck, dass es sich um eine äußerst filigrane Langfühlerschrecke handelt. Der grüne Körper ist fein schwarz punktiert.  

Die Punktierte Zartschrecke lebt auf Sträuchern und Hochstauden, an Waldrändern, in Feldhecken, in Parks und Gärten. Ihre Körperlänge beträgt nur 10 bis 14 mm. Sie lebt versteckt und eine Begegnung ist eher zufällig. Auch die Rufe ssbb … ssbb … sspp sind kaum hörbar. Sie sind so leise, dass wir sie nur erfassen, wenn wir uns den Tieren bis auf einen Meter nähern und unsere Ohren die hohen Frequenzen noch gut wahrnehmen. Die Männchen erzeugen die Laute indem sie ihre verkürzten Flügel übereinander streichen.

 
Wer ruft, der will auch gehört werden. Aber wo befinden sich denn die „Ohren“ der Heuschrecken. Bei der Punktierten Zartschrecke sind sie oval und deutlich sichtbar. Vorausgesetzt du hast scharfe Augen oder eine Lupe und weißt, wo sich die „Ohren“ von Heuschrecken befinden. Die beiden Gehöröffnungen der Punktierten Zartschrecke befinden sich, wie bei allen Langfühlerschrecken, an den beiden Vorderbeinschienen unterhalb der Kniegelenke. In der Zeichnung von Fynn sind sie gut zu erkennen!

Im Biophärenreservat wurde die Punktierte Zartschrecke in den letzten Jahren mehrfach nachgewiesen. Von Juni bis Oktober findet man ausgewachsene Tiere. Die Funde gelangen meist in Ortschaften oder am Rand von Ortschaften. Aus den großen geschlossenen Waldgebieten im nördlichen Pfälzerwald gibt es keine aktuellen Nachweise. In den Nordvogesen ist die Art vermutlich ähnlich verbreitet.

Wenn du Leptophyes punctatissima begegnen möchtest, kannst du dem Zufall etwas nachhelfen, indem du Zweige von Sträuchern schüttelst und dann am Boden schaust, was alles heruntergefallen ist und dort wieder in Richtung Strauch krabbelt. Mit dieser Methode lassen sich auch die beiden im Biosphärenreservat vorkommenden Eichenschrecken-Arten (Meconema-Species)) entdecken.

 

Greif nicht nach der zarten Schrecke, denn dabei verletzt du sie. Lass sie stattdessen auf deine Hand krabbeln und setze sie behutsam auf den Ast eines Strauches zurück.